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Was ist Mikroplastik?

Zu Mikroplastik hört man derzeit recht viel – fast immer geht es dabei aber um die Meere und Ozeane. Leider werden auch Binnengewässer durch urbane Abfälle und unzureichend geklärte Abwässer mit Kunststoffen verunreinigt. Das Verbot biologisch nicht abbaubarer Wattestäbchen, von Plastiktüten und von Mikroplastik in Kosmetika ist ein wichtiger Schritt – v.a. in Italien hat sich in dieser Hinsicht in den letzten Jahren viel getan. Andererseits bleibt es trotzdem erforderlich, die Abfallwirtschaft zu verbessern und Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen zu starten, um die Verwendung dieses fast unsichtbaren Schadstoffes zu reduzieren.

 

Die Menge an Mikroplastik nimmt in allen Ökosystemen auf der ganzen Welt zu. Aufgrund der Eigenschaften des Ausgangsmaterials zersetzen sie sich kaum und bleiben daher lange in der Umwelt erhalten. Als Mikroplastik werden Kunststofffragmente bezeichnet, deren Abmessungen zwischen 330 Mikrometern und 5 Millimetern liegen (es existieren teilweise abweichende Definitionen). Wenn ein Plastikfragment im Wasser landet, löst es sich durch verschiedene chemische und physikalische Prozesse in kleinere Teile auf, z.B. durch ultraviolette Strahlung, Wind, Wellen, Mikroben oder höhere Temperaturen. Gerade weil es viele Faktoren gibt, die zum Zerfall beitragen, ist es schwierig, genau zu sagen, wie lange ein einzelnes Teil benötigt, um zu Mikroplastik zu werden. Darüber hinaus tragen die in der Produktion der Plastikteile verwendeten chemischen Zusätze (z.B. antimikrobielle Mittel, Flammschutzmittel oder Imprägnierungen), dazu bei, sie widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung zu machen und den Zersetzungsprozess zu verlängern. Aber Mikroplastik kann auch primären Ursprungs, z.B. industrielle Granulate, Textilfasern oder Mikropartikel, die teilweise in Kosmetika verwendet werden.